Warzen - oft ein hartnäckiges Problem

Fast jeder Mensch wird im Laufe seines Lebens davon betroffen: Warzen. Warzen sind eine Virusinfektion, die sich durch Ansteckung ausbreitet. Die Viren dringen durch die Haut ein, lagern sich in das Genom der Hautzellen ein, und regen diese zu übermäßigem Wachstum an. Allerdings sind im Unterschied zu Krebs die Warzen in aller Regel ungefährlich.

Ausgelöst werden die Warzen durch den so genannten HPV Virus. Es gibt zahlreiche verschiedene Typen, mehr als 100 sind bekannt.

Die einzelnen Arten der Warzen unterscheidet man vor allem nach dem Ort des Auftretens und dem Aussehen. Die häufigsten Formen von Warzen sind vulgäre Warzen, Dornwarzen und Genitalwarzen. Gerade Kinder leiden unter Warzen, wobei die Altersgruppe von 9-16 Jahren am häufigsten betroffen ist. Ebenso nehmen Warzen im Alter wieder an Häufigkeit zu. Dies hängt letztlich zusammen mit dem Immunsystem, denn ein gut funktionierender Körper ist besser in der Lage, die Virusinfektion abzuwehren. Interessanterweise liegt die Selbstheilungsrate sehr hoch, etwa 70 Prozent der Viren sind in einem Zeitraum von drei Jahren wieder von selbst verschwunden.

Trotzdem ist es eine lästige Erscheinung, die zumindestens das Äußere stark verunziert. Hinzu kommt, dass im Falle der Dornwarzen erhebliche Schmerzen auftreten können. Dies ist bedingt dadurch, dass diese Warzenform vor allem an dem belasteten Stellen der Füße auftritt, und durch die ständige Belastung die Warzen nicht nach außen, sondern nach innen in den Fuß hinein wachsen. Neben den Schmerzen zeichnet sich diese Warzen vom dadurch aus, dass sie besonders schwierig zu entfernen ist.

Auch die Genitalwarzen sind eine sehr lästige und unangenehme Erscheinung. Bei ihnen kommt hinzu, dass einige der HPV Typen mit dem Auftreten von Krebsformen in Verbindung gebracht werden. Im Bereich der Genitalwarzen kommt das Problem hinzu, dass die Behandlungsmöglichkeiten noch schlechter sind als an den offen liegenden Körperstellen.

Es gibt eine Unzahl von Waffen gegen die Warzen, allerdings kann man sie relativ einfach in zwei Gruppen einteilen. Neben dem Versuch, das Immunsystem zu stimulieren und so die natürlichen Abwehrkräfte zu steigern, ist es vor allem eine einfache Zerstörung der Warzen, die diese vernichten soll. Es gibt eine Reihe von Arzneimitteln, beispielsweise Salicylsäure, sowie die sehr häufig angewendete Kryotherapie und die gerade im Bereich der intimen Region oft genutzten Lasertherapie, die die Warzen vernichten sollen.

Allerdings sind die Versuche oftmals nicht von Erfolg gekrönt, nach kurzer Zeit tauchen die Warzen wieder auf. Es ist auf jeden Fall auf eine konsequente Anwendung der Mittel zu achten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Infektionsrisiko, dass durch die Zerstörung der Warzen auftritt. Je nach Größe der Warzen handelt es sich um größere Wunden, die sorgfältig gepflegt werden sollen, um Entzündungen und Weitergehendeschäden der Haut zu vermeiden.

Auch wenn Warzen unschön sind, stellt sich durchaus die Frage, ob sie immer behandelt werden müssen, solange sie nicht stören. Eine wichtige Frage dürfte dabei sein, inwieweit sich die Warzen ausbreiten. Bei einem schwachen Immunsystem können ganze Warzenfelder entstehen, was natürlich die Therapien weiter erschwert. Hier ist sicherlich eine frühzeitige Therapie effektiver als ein abwarten. Einzelne Warzen dagegen können auch eine Weile beobachtet werden, um die Entwicklung abzuwarten. Wie erwähnt verschwinden sie oft von selbst, da Körper vernichtet sie durch das Immunsystem

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